Technik
Rubinlaser
Gütegeschalteter Pigmentlaser mit rotem Licht: für helle Pigmentflecken, Permanent Make-up und dunkle Tattoofarben.

So arbeitet der Laser
- Ultrakurze Impulse im Nanosekundenbereich
- Rotes Licht, stark von Melanin und Grün aufgenommen
- Zusätzlich 1064 nm für tief liegendes Schwarz
- Probebehandlung bei hellen Farbtönen
- Jeder Pigmentfleck vorher dermatoskopisch geprüft
Der Rubinlaser erzeugt rotes Licht mit 694 nm in extrem kurzen Impulsen im Bereich von Milliardstelsekunden, man spricht von Nanosekunden oder einem gütegeschalteten Laser. Die Energie wird vom Farbstoff aufgenommen, bevor sie sich als Wärme in der Umgebung ausbreiten kann. Die Farbpartikel werden so zerstört und zerfallen in kleinste Teile, die der Körper über die folgenden Wochen abtransportiert.
Rotes Licht mit 694 nm nimmt Melanin, der Farbstoff in Pigmentflecken, besonders gut auf. Deshalb ist der Rubinlaser mein Gerät für einzelne Sonnen- und Altersflecken auf heller Haut. Auch schwarze, blaue und grüne Tattoofarben absorbieren ihn stark, gerade Grün erreicht kaum ein anderer Laser so gut.
Für tief liegendes Schwarz und dunklere Haut hat das Gerät zusätzlich eine Wellenlänge von 1064 nm in derselben Impulstechnik. Das ist nicht derselbe Nd:YAG-Laser wie im Erbium- und Nd:YAG-Laser, der mit längeren Impulsen Wärme für Gefäße und Straffung erzeugt. Rot und Orange nehmen beide Wellenlängen kaum auf, solche Tattoofarben hellen nur wenig auf.
Seit 2021 dürfen in Deutschland nur Ärztinnen und Ärzte Tattoos mit dem Laser entfernen. In meiner Praxis beurteile ich vorher Farben, Tiefe und Hauttyp und teste helle Farben an einer kleinen Stelle, weil manche Töne durch den Laser nachdunkeln können. Jeden Pigmentfleck prüfe ich vor der Behandlung mit dem Dermatoskop.
Der Rubinlaser zielt nur auf braunes Pigment. Für Rötungen oder die Hauterneuerung ist er nicht gedacht. Reine Pigmentflecken, etwa an den Händen, behandle ich mit ihm allein, im Gesicht kombiniere ich ihn gern mit IPL, das zugleich feine Rötungen ausgleicht. Jede Lasertechnik hat ihre Aufgabe, deshalb arbeite ich mit mehreren.
Einsatzgebiete
Wobei ich ihn einsetze
- Tattooentfernung
- Bei der Tattooentfernung per Laser wird das Motiv mit jeder Sitzung blasser. Was realistisch ist, erkläre ich im Ratgeber Tattoo entfernen.
- Permanent Make-up
- Auch Permanent Make-up an Augenbrauen oder Lidstrich lässt sich behandeln, mit besonderer Vorsicht und nach einer Probebehandlung.
- Sonnen- und Altersflecken
- Einzelne Sonnen- und Altersflecken hellen oft nach ein bis zwei Sitzungen auf. Wie man harmlose von auffälligen Flecken unterscheidet, steht unter Pigmentflecken im Gesicht.
- Aufhellen für ein Cover-up
- Wer ein Tattoo überstechen lassen möchte, kann es vorher gezielt aufhellen lassen. Dafür reichen oft weniger Sitzungen als für die vollständige Entfernung.
Häufige Fragen
Tut die Behandlung weh?
Viele beschreiben es wie Spritzer heißen Fetts oder ein schnalzendes Gummiband. Kühlung und auf Wunsch eine Betäubungscreme machen es erträglicher. Bei einzelnen Pigmentflecken ist meist keine Betäubung nötig.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Pigmentflecken brauchen meist ein bis zwei Sitzungen. Bei Tattoos ist das sehr unterschiedlich: Laien-Tattoos sind oft nach wenigen Sitzungen deutlich blasser, dichte, farbige Profi-Tattoos brauchen häufig zehn oder mehr im Abstand von etwa sechs bis acht Wochen.
Wie sieht die Haut danach aus?
Nach einem Pigmentfleck bildet sich eine feine Kruste, die nach sieben bis zehn Tagen abfällt. Nach einer Tattoobehandlung trage ich einen Verband auf, für einige Tage sind Krusten und Blasen möglich. Mehr unter Nach der Laserbehandlung.
Geht das auch im Sommer?
Gebräunte Haut behandle ich nicht. Ideal sind Herbst bis Frühjahr oder Stellen, die ohnehin unter der Kleidung liegen.




