Zum Inhalt springen

Medizinische Dermatologie

Photodynamische Therapie

„Ich habe raue Stellen an Stirn oder Kopfhaut.“

Bei Vorstufen von hellem Hautkrebs, den aktinischen Keratosen.

Stirn und Kopfhaut eines älteren Mannes mit Glatze und lichtgeschädigter Haut, Blick nach unten

Auf einen Blick

Wirkweise
Licht aktiviert einen Wirkstoff, der die veränderten Zellen zerstört
Dauer
ca. 1–2 Stunden, klassisch oder mit Tageslicht
Ausfallzeit
7–10 Tage Rötung und Krusten
Wirkung ab
nach der Abheilung
Sitzungen
1–2

Alle Angaben sind Richtwerte. Was für Ihre Haut gilt, bespreche ich mit Ihnen vor jeder Behandlung.

Worum es geht

Raue, schuppige Stellen an Stirn, Glatze, Nase, Ohren oder Handrücken, die man oft eher tastet als sieht, sind häufig aktinische Keratosen. Sie entstehen durch jahrzehntelange Sonne und gelten als Vorstufe des hellen Hautkrebses. Aus einem Teil von ihnen kann sich über die Jahre ein Plattenepithelkarzinom entwickeln. Deshalb sollten sie behandelt werden.

Betroffen sind vor allem Menschen mit heller Haut, die viel draußen waren: im Beruf, im Garten, auf dem Boot. Oft finden sich nicht nur einzelne Stellen, sondern ein ganzes sonnengeschädigtes Feld, in dem sich weitere Keratosen entwickeln. Die PDT behandelt dieses Feld mit, auch Stellen, die noch nicht sichtbar sind.

Bei der photodynamischen Therapie trage ich einen lichtempfindlichen Wirkstoff auf, der sich in den vorgeschädigten Zellen anreichert. Nach einer Einwirkzeit aktiviere ich ihn mit Licht: klassisch mit einer Rotlichtlampe in der Praxis oder als Tageslicht-PDT mit natürlichem Tageslicht. Der aktivierte Wirkstoff zerstört gezielt die veränderten Zellen, gesunde Haut bleibt weitgehend verschont. Eine Operation ist nicht nötig, und die Haut heilt meist mit einem guten kosmetischen Ergebnis ab.

Die PDT ist nicht die einzige Möglichkeit. Einzelne Keratosen lassen sich auch vereisen, und es gibt Cremes zur Behandlung zu Hause, die über mehrere Wochen aufgetragen werden. Bei dicken oder verdächtigen Stellen entnehme ich zuerst eine Probe. Auch ein oberflächliches Basalzellkarzinom, eine Form des weißen Hautkrebses, behandle ich mit der PDT oder mit wirkstoffhaltigen Cremes; tiefer reichende Tumoren operiere ich mit Schnittrandkontrolle. Welcher Weg zu Ihrer Haut passt, entscheiden wir nach der Untersuchung.

So läuft es ab

  1. 01Untersuchung und Diagnose der Hautveränderungen, bei Bedarf mit Probe
  2. 02Sanftes Entfernen der Schuppen und Auftragen des Wirkstoffs
  3. 03Einwirkzeit, bei der klassischen PDT unter einem lichtdichten Verband
  4. 04Belichtung mit Rotlicht unter Kühlung der Haut oder als Tageslicht-PDT
  5. 05Lichtschutz in den Tagen danach und Kontrolle nach der Abheilung

Auf Wunsch behandle ich direkt nach dem Gespräch am selben Termin, wenn es medizinisch passt.

Häufige Fragen

Wie läuft eine photodynamische Therapie ab?

Ich entferne zuerst sanft die Schuppen und trage dann den Wirkstoff auf. Nach der Einwirkzeit aktiviere ich ihn klassisch mit Rotlicht in der Praxis oder als Tageslicht-PDT mit natürlichem Tageslicht. Insgesamt dauert die Behandlung etwa ein bis zwei Stunden. Welche Form zu Ihnen passt, besprechen wir vorher.

Ist die PDT schmerzhaft?

Während der Belichtung kann es deutlich brennen oder stechen, vor allem an der Kopfhaut. Ich kühle die Haut dabei und kann die Belichtung kurz unterbrechen. Nach der Behandlung klingt das Brennen meist innerhalb weniger Stunden ab.

Wie sieht die Haut nach der PDT aus?

Die behandelte Fläche ist einige Tage gerötet und geschwollen, dann bilden sich feine Krusten. Nach etwa einer Woche ist die Haut in der Regel abgeheilt. Planen Sie in dieser Zeit keine wichtigen Termine, bei denen Sie das stört.

Was muss ich nach der Behandlung beachten?

Die behandelte Haut ist für etwa zwei Tage lichtempfindlich. Bitte schützen Sie sie in dieser Zeit konsequent mit Kleidung oder Hut und meiden Sie direkte Sonne. Danach pflegen Sie die Haut mild und mit gutem Sonnenschutz.

Wann ist die beste Jahreszeit für eine PDT?

Gut geeignet sind die Monate von Herbst bis Frühjahr, wenn die Sonne am See weniger stark ist und die Lichtschutz-Pause nach der Behandlung leichter fällt.

Können aktinische Keratosen wiederkommen?

Die behandelten Stellen heilen meist gut ab. Weil die Haut über Jahrzehnte Sonne gesammelt hat, können aber neue entstehen. Deshalb empfehle ich regelmäßige Kontrollen und konsequenten Sonnenschutz.

Was kostet eine photodynamische Therapie?

Ich rechne nach der GOÄ ab, abhängig von Größe und Lage der behandelten Fläche. Bei aktinischen Keratosen handelt es sich um eine medizinische Behandlung, die private Krankenversicherungen in der Regel übernehmen.

Kosten und Abrechnung

Ich führe eine reine Privatpraxis. Ich behandle Privatpatienten und Selbstzahler und rechne nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Mit den gesetzlichen Krankenkassen kann ich nicht abrechnen.

Die Kosten nenne ich Ihnen nach der Untersuchung, bevor wir mit einer Behandlung beginnen.

Termin vereinbaren

Beginnen wir mit einem Gespräch.

Buchen Sie Ihren Termin online über Doctolib oder rufen Sie in der Praxis an. Sie müssen den Namen der Behandlung nicht kennen. Erzählen Sie mir, was Sie beschäftigt, den passenden Weg finden wir gemeinsam.

P.S. Wenn Sie lieber anrufen möchten, ist mein Team gern für Sie da.