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Ratgeber · Laser und Licht

Laserbehandlung im Gesicht: Welcher Laser hilft wobei?

„Laser“ ist kein einzelnes Gerät, sondern eine ganze Familie von Verfahren. Welcher Laser für was passt, hängt davon ab, was in der Haut behandelt werden soll: ein Äderchen, ein Fleck, ein Haar oder die Hautoberfläche selbst. Hier erkläre ich die Unterschiede im Überblick.

Von Dr. med. Katharina Peuker, Fachärztin für Dermatologie in Überlingen · Stand Oktober 2026

Frau Mitte fünfzig mit silberblondem Haar im Dreiviertelprofil, klare Kontur von Wange und Kinnlinie

Wie funktioniert ein Laser auf der Haut?

Ein Laser gibt Licht einer einzigen, genau festgelegten Wellenlänge ab. Dieses Licht wird in der Haut von einer bestimmten Zielstruktur aufgenommen und dort in Wärme umgewandelt. Für die Dermatologie sind drei Zielstrukturen wichtig: das braune Pigment Melanin in Flecken und Haaren, der rote Blutfarbstoff in den Gefäßen und das Wasser, das in jeder Hautzelle steckt.

Je nach Wellenlänge, Impulsdauer und Energie trifft ein Laser vor allem eine dieser Strukturen und schont die Umgebung weitgehend. Deshalb gibt es nicht den einen besten Laser, sondern für jede Aufgabe ein passendes Verfahren. In einer dermatologischen Praxis stehen darum oft mehrere Laser nebeneinander, weil keiner alles kann. Welche Laser und Lichtsysteme ich in meiner Praxis einsetze, sehen Sie in der Übersicht meiner Lasertechnik.

Ablativ, nicht-ablativ, fraktioniert: Was bedeutet das?

Ablative Laser zielen auf das Wasser im Gewebe und tragen die oberste Hautschicht ab. Die Haut heilt danach ab und bildet dabei neues Kollagen. Bekannte Beispiele sind der CO₂-Laser und der Erbium-Laser. Mit dem Erbium-Laser lassen sich außerdem gutartige Hautveränderungen wie Alterswarzen, Warzen oder Xanthelasmen schichtweise abtragen. Nicht-ablative Laser erwärmen das Gewebe unter der intakten Oberfläche, die Haut bleibt geschlossen. Die Wirkung ist sanfter, die Erholung kürzer.

Fraktioniert ist keine eigene Lasersorte, sondern eine Technik: Der Strahl wird in ein feines Raster winziger Punkte aufgeteilt. Dazwischen bleibt unbehandelte Haut stehen, von der aus die Heilung schneller verläuft. Auf die Frage „CO2-Laser oder fraktionierter Laser?“ lautet die Antwort deshalb oft: beides zugleich, denn auch ablative Laser werden heute meist fraktioniert eingesetzt.

Das fraktionierte Laser-Resurfacing eignet sich bei Knitterfältchen, grober Textur und Aknenarben. Je nach Tiefe dauert die Heilung einige Tage bis etwa zwei Wochen. Mit Laserwärme ohne Verletzung der Oberfläche arbeiten dagegen das 4D-Laserlifting zur Hautstraffung, die Laserbehandlung der Augenpartie und die Lippen-Aufpolsterung per Laser. Bei der laserassistierten Wirkstoffeinschleusung (LADD) öffnet ein fraktionierter Laser feinste Kanäle, durch die ein Wirkstoff tiefer in die Haut gelangt.

Welcher Laser bei Rosazea und Pigmentflecken?

Gefäßlaser wie der gelbe Laser mit 577 Nanometern arbeiten mit einer Wellenlänge, die der rote Blutfarbstoff aufnimmt. Sie veröden erweiterte Äderchen an Nase und Wangen und können flächige Rötungen beruhigen. Bei Rosazea ist der Gefäßlaser gegen Äderchen und Couperose eine wichtige Säule, ersetzt aber nicht die ärztliche Behandlung der Entzündung. Mehr zu Ursachen und Auslösern lesen Sie unter Rötungen im Gesicht. Nach demselben Prinzip lassen sich feine Besenreiser an den Beinen lasern.

Pigmentlaser geben ultrakurze Impulse ab, die vom Farbstoff im Fleck aufgenommen werden. Bei einzelnen Sonnen- und Altersflecken genügen oft ein bis zwei Sitzungen, danach bildet sich für sieben bis zehn Tage eine feine Kruste. Ähnlich zerlegen Rubinlaser die Farbpartikel bei der Tattooentfernung per Laser. Melasma dagegen verträgt keine kräftige Laserbehandlung und braucht ein behutsameres Vorgehen.

IPL oder Laser: Was ist der Unterschied?

IPL steht für Intense Pulsed Light. Es ist kein Laser, sondern eine Blitzlampe, die ein breites Lichtspektrum abgibt. Filter grenzen dieses Spektrum ein, so gezielt wie ein Laser wirkt es aber nicht. Der Vorteil: Rötungen und Pigmente lassen sich in einem Durchgang und auf großer Fläche behandeln, etwa an Gesicht, Hals und Dekolleté.

Ein Photofacial mit IPL aus meinem IPL-System eignet sich deshalb, wenn viele kleine Flecken und eine feine Gefäßzeichnung zusammenkommen. Ein Laser ist die bessere Wahl bei einzelnen, klar abgegrenzten Flecken oder Äderchen. Oft ergänzen sich beide Verfahren.

Laser für Haare und Nägel

Bei der Laser-Haarentfernung nimmt das Pigment im Haar das Licht auf und erwärmt die Haarwurzel. Das gelingt bei dunklen Haaren gut, bei hellen, grauen oder roten Haaren kaum. Wie sich Laser und IPL bei der Haarentfernung unterscheiden, erkläre ich im Artikel IPL-Haarentfernung oder Laser.

Auch beim Nagelpilz kommt Laserwärme zum Einsatz. Der Nagelpilz-Laser soll den Pilz schädigen, ersetzt aber keine gesicherte Diagnose und wird meist mit einer Behandlung zu Hause kombiniert.

Warum vor dem Lasern eine ärztliche Diagnose wichtig ist

Ein Laser behandelt, was er trifft. Er unterscheidet nicht zwischen harmlos und gefährlich. Eine Frühform des schwarzen Hautkrebses kann einem Altersfleck täuschend ähneln. Wird sie weggelasert, verschwindet zwar die Farbe an der Oberfläche, veränderte Zellen in der Tiefe aber unter Umständen nicht, und das Gewebe lässt sich nicht mehr feingeweblich untersuchen. Deshalb sehe ich mir jeden Fleck vorher mit dem Dermatoskop an. Woran Sie auffällige Male erkennen, lesen Sie unter Anzeichen von Hautkrebs.

Seit 2021 regelt die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung (NiSV), wer Laser und IPL am Menschen anwenden darf. Bestimmte Anwendungen sind seitdem Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender Qualifikation vorbehalten, darunter die Entfernung von Tätowierungen sowie die Behandlung von Gefäß- und Pigmentveränderungen.

Laserbehandlung im Gesicht: Was beachten, wie oft?

Vor jeder Laserbehandlung kläre ich Hauttyp, Medikamente und Vorgeschichte, etwa eine Neigung zu Lippenherpes oder zu wulstigen Narben. Gebräunte Haut, auch durch Selbstbräuner, nimmt Laserlicht stärker auf. Dann steigt das Risiko für Verbrennungen und für helle oder dunkle Flecken. Viele Laser- und Lichtbehandlungen plane ich darum zwischen Herbst und Frühjahr, wenn die Sonne am Bodensee weniger kräftig ist.

Wie oft gelasert wird, hängt vom Verfahren ab. Als grobe Richtwerte gelten:

  • Pigmentflecken: oft ein bis zwei Sitzungen
  • Äderchen und flächige Rötungen: meist drei bis fünf Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen
  • Hauterneuerung mit dem fraktionierten Laser: ein bis drei Sitzungen
  • Hautstraffung mit Laserwärme: zwei bis vier Sitzungen
  • Haarentfernung: meist sechs bis acht Sitzungen

Wann Sie zur Hautärztin gehen sollten

Lassen Sie Ihre Haut ärztlich ansehen, wenn

  • ein Pigmentfleck verändert Größe, Form oder Farbe
  • ein neuer dunkler Fleck, den Sie weglasern lassen möchten
  • anhaltende Rötungen im Gesicht mit Knötchen oder Pusteln
  • Blasen, starke Schmerzen oder nässende Stellen nach einer Laserbehandlung
  • helle oder dunkle Flecken, die nach einer Lichtbehandlung zurückgeblieben sind

Dieser Ratgeber ersetzt keine Untersuchung. Wenn Sie unsicher sind, sehe ich mir Ihre Haut gern an, in meiner Praxis in der Turmgasse in Überlingen. Termin vereinbaren

Häufige Fragen

Welcher Laser ist der beste?

Den einen besten Laser gibt es nicht. Für Äderchen braucht es eine andere Wellenlänge als für Pigmentflecken, Haare oder die Hauterneuerung. Entscheidend ist, dass Diagnose und Verfahren zusammenpassen.

IPL oder Laser: Was ist besser?

IPL arbeitet mit breitem Blitzlicht und eignet sich, wenn Rötungen und viele kleine Pigmente zusammenkommen. Ein Laser ist gezielter bei einzelnen Flecken oder Gefäßen. Häufig ergänzen sich beide, etwa ein Photofacial für die Fläche und ein Laser für einzelne Stellen.

Was bringt eine Laserbehandlung im Gesicht?

Je nach Verfahren kann sie Äderchen veröden, Pigmentflecken aufhellen, die Hautoberfläche erneuern oder die Haut über Wärme straffen. Eine Operation ersetzt sie bei ausgeprägt erschlaffter Haut nicht. Was bei Ihnen realistisch ist, sage ich Ihnen nach der Untersuchung.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Laserbehandlung im Gesicht?

Nach Gefäßlaser, IPL oder Laserlifting ist die Haut meist nur Stunden bis wenige Tage gerötet. Nach dem Pigmentlaser fällt die feine Kruste nach sieben bis zehn Tagen ab. Nach einem fraktionierten Resurfacing rechnen Sie je nach Tiefe mit einigen Tagen bis etwa zwei Wochen. Was Sie in dieser Zeit beachten sollten, steht unter Nach der Laserbehandlung.

Ist Lasern schädlich für die Haut?

Mit passender Diagnose und Einstellung ist Lasern ein gut untersuchtes Verfahren. Mögliche Nebenwirkungen sind Rötung, Schwellung, Krusten und selten Pigmentverschiebungen oder Narben. Das Risiko steigt vor allem bei gebräunter Haut und wenn ein Befund vorher nicht ärztlich beurteilt wurde.

In meiner Praxis

Passende Behandlungen in Überlingen

Fraktioniertes Laser-Resurfacing

Der Laser erneuert und stimuliert die Hautoberfläche bei Knitterfältchen, Narben und unruhiger Textur.

Wirkweise
Erneuert die Hautoberfläche, regt Kollagen an
Dauer
ca. 45–60 Minuten
Ausfallzeit
2 Tage bis 2 Wochen, je nach Laser (Erbium oder CO₂)
Wirkung ab
nach 2–3 Tagen, Kollagenaufbau über Wochen
Preis
ab 550 € für das ganze Gesicht, je nach Laser

Gefäßlaser bei Rosazea und Couperose (gelber Laser)

Gezielte Behandlung erweiterter Äderchen an Nase und Wangen sowie kleiner Angiome.

Wirkweise
Laserlicht verödet erweiterte Äderchen
Dauer
ca. 30 Minuten
Ausfallzeit
kurz, leichte Rötung für etwa 24 Stunden
Wirkung ab
nach wenigen Tagen bis Wochen
Preis
ab 350 €

Sonnen- und Altersflecken

Der Pigmentlaser greift gezielt das braune Pigment an. Die feine Kruste fällt nach 7–10 Tagen ab.

Wirkweise
Laser greift gezielt braunes Pigment an
Dauer
ca. 20 Minuten
Ausfallzeit
feine Kruste für 7–10 Tage
Wirkung ab
nach 7–10 Tagen
Preis
ab 150 € für einen Fleck, ab 350 € für Flächen

Photofacial mit IPL

IPL für Gesicht, Hals und Dekolleté: gleicht Rötungen und Pigmente sanft aus.

Wirkweise
Breitbandiges Licht gleicht Rötungen und Pigmente aus
Dauer
ca. 30 Minuten
Ausfallzeit
24–48 Stunden, Schwellung und ganz feine Krusten möglich
Wirkung ab
aufbauend über mehrere Sitzungen
Preis
ab 350 €

4D-Laserlifting

Laser-Hautstraffung in mehreren Ebenen, die zugleich Poren verfeinert und Pigmente ausgleicht, ohne Nadel und ohne Schnitt.

Wirkweise
Strafft in mehreren Ebenen, verfeinert Poren, gleicht Pigmente aus
Dauer
ca. 60 Minuten
Ausfallzeit
keine, leichte Rötung am Behandlungstag, danach evtl. leichtes Schälen
Wirkung ab
aufbauend über einige Wochen
Preis
ab 900 € für das ganze Gesicht

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P.S. Wenn Sie lieber anrufen möchten, ist mein Team gern für Sie da.